14.07.2026

Campus der Zukunft braucht mehr Orte der Begegnung

Strategie-Gespräch „Campusleben der Zukunft“ im neuen DSW-Journal 2-3/2026 des Deutschen Studierendenwerks (DSW); Studierendenwerks-Geschäftsführerin Petra Mai-Hartung, Hochschulkanzler Alfred Funk und Studierendenvertreterin Melina Hoffmann diskutieren; Gemeinsames Impulspapier von Hochschulkanzler*innen und Studierendenwerken mit Impulsen zur Campusentwicklung; Petra Mai-Hartung: „Es geht auch darum, mal wieder gemeinsam laut zu denken“

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Hochschulen müssen stärker als soziale Lebensräume gedacht werden. Nicht allein moderne Gebäude und Hörsäle entscheiden über gute Studienbedingungen, sondern auch Orte der Begegnung, des Austauschs und der Gemeinschaft. Darüber diskutieren Petra Mai-Hartung, Geschäftsführerin des Studierendenwerks Berlin, Alfred Funk, Kanzler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, und die Studierendenvertreterin Melina Hoffmann im Strategie-Gespräch „Campusleben der Zukunft“ im neuen DSW-Journal 2–3/2026 des Deutschen Studierendenwerks (DSW).

Im Dialog mit der Journalistin Jeannette Goddar setzen sich die Drei mit einem gemeinsamen Impulspapier auseinander, das ein Arbeitskreis von Hochschulkanzler*innen und Geschäftsführer*innen der Studierendenwerke erarbeitet hat. Darin plädieren die Verfasser*innen für einen Perspektivwechsel: Hochschulen sollten nicht ausschließlich als Orte von Forschung und Lehre verstanden werden, sondern als Campus, die Begegnung ermöglichen und damit einen wichtigen Beitrag zum Studienerfolg leisten.

Vor dem Hintergrund wachsender psychischer Belastungen unter Studierenden messen die Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner einem aktiven Campusleben eine wichtige präventive Funktion bei. Begegnungsräume, Kulturangebote und flexibel nutzbare Lernorte könnten Isolation verringern und das Zugehörigkeitsgefühl stärken. So betont Petra Mai-Hartung: „Studierende sind keine Computer, die man füttert. Es geht auch darum, mal wieder gemeinsam laut zu denken.“

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist die stärkere Beteiligung von Studierenden an der Campusentwicklung. Studentin Melina Hoffmann fordert, Studierende frühzeitig in Planungsprozesse einzubeziehen. Alfred Funk räumt selbstkritisch ein, dass Hochschulen ihre eigentliche Zielgruppe dabei häufig erst spät beteiligen. Zugleich werben beide dafür, Hochschulen und Studierendenwerke als Partner zu verstehen, die den Campus gemeinsam gestalten.

Das Strategie-Gespräch zeigt anhand konkreter Beispiele, wie sich Hochschulen mit überschaubaren Mitteln lebenswerter gestalten lassen. Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass Campusentwicklung keine Zusatzaufgabe ist, sondern eine Investition in Studienerfolg, soziale Teilhabe und eine lebendige Hochschulgemeinschaft. 

Das Gespräch im neuen DSW-Journal 2-3/2026 auf den Seiten 16 bis 19 zum Download:

https://www.studierendenwerke.de/fileadmin/user_upload/DSW_Journal_2-3-_2026_DSW-Magazin.pdf

Das Impulspapier Campusentwicklung zum Download:

https://www.studierendenwerke.de/fileadmin/user_upload/260708_DSW_Campusleben_final.pdf

Weitere Themen im DSW-Journal 2-3/2026:

  • Die junge Generation? Egal. Ein Essay von Jan-Martin Wiarda zur politischen De-Priorisierung junger Menschen

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  • Das Aufstiegsversprechen unserer Gesellschaft erneuern – mit dem BAföG: Gastbeitrag der Ökonomen Andreas Peichl und Moritz Bode

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  • „Hochschulen leben von den Studierenden“: Die engagierte Jura-Studentin Annika Wintersberger aus Regensburg im Gespräch mit DSW-Präsidentin Prof. Dr. Beate A. Schücking