Mit einem neuen Impulspapier wollen Hochschulkanzler*innen und Studierendenwerks-Geschäftsführer*innen gemeinsam das Campusleben der Zukunft weiterentwickeln. Sie machen Vorschläge, wie der Campus der Zukunft aussehen und eine hohe Aufenthaltsqualität bieten sollte. Erarbeitet wurde das Papier vom gemeinsamen Arbeitskreis der Hochschulkanzler*innen und Geschäftsführungen der Studierendenwerke. Es wurde heute veröffentlicht.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Hochschulen und Studierendenwerke gemeinsam Campusorte weiterentwickeln können, damit sie den veränderten Studien- und Lebensrealitäten der Studierenden gerecht werden. Es gehe dabei nicht allein um Gebäude und Flächen, sondern um das „soziale und kulturelle Gefüge“, schreiben die Autor*innen.
Der DSW-Vorstandsvorsitzende Matthias Anbuhl betont den Charakter der Publikation als Impulsgeber: „Diese Veröffentlichung soll dazu anregen, das Campusleben als zentrale Zukunftsaufgabe sichtbar zu machen. Nach den Erfahrungen der Pandemie, angesichts gestiegener psychischer Belastungen und veränderter Studienrealitäten brauchen Studierende Orte, die Begegnung, Austausch, Lernen, Beratung, Erholung und Teilhabe ermöglichen. Ein moderner Campus ist mehr als ein Ort für Vorlesungen und Prüfungen — er ist ein sozialer Lebensraum. Hochschulen, Studierendenwerke und Studierende müssen ihn gemeinsam gestalten.“
Alfred Funk, Kanzler der Universität Halle ergänzt: „Das Papier liefert keine starre Blaupause, sondern ist bewusst als Impulsgeber tituliert. Jeder Hochschulstandort ist anders, jede Studierendenschaft hat unterschiedliche Bedarfe, jede Hochschule und jedes Studierendenwerk arbeitet unter eigenen Rahmenbedingungen. Gerade deshalb ist diese Veröffentlichung so nützlich: Sie bietet erste Leitfragen, Anregungen und Orientierung, die vor Ort individuell weiterentwickelt werden können.“
Die Publikation benennt unter anderem Studieren, Arbeiten, Essen, Wohnen, Kita, Beratung, Kommunikationsorte, Treffpunkte, kulturelle, sportliche und politische Aktivitäten sowie Feste als Schlüsselthemen eines lebendigen Campuslebens.
Andrea Gerlach-Newman, Kanzlerin der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm und Bundessprecherin des Hochschulkanzler*innen e. V., verweist auf das notwendige Zusammenspiel aller Akteure: „Campusleben der Zukunft kann nicht von einer Institution allein gestaltet werden. Wir müssen Hochschulen, Studierendenwerke, Studierende und Politik an einen Tisch bringen — und je nach Vorhaben auch Kommunen, Bauverwaltungen, Stadtplanung, außerhochschulische Einrichtungen und die Zivilgesellschaft einbeziehen. Nur wenn die unterschiedlichen Perspektiven zusammenkommen, entstehen tragfähige Konzepte, die den Studierenden wirklich nutzen.“
Ein besonderes Augenmerk legt das Impulspapier auf die Zusammenarbeit von Hochschulen und Studierendenwerken. Beide Partner seien natürliche Verbündete, wenn es darum geht, Studierende zum Verweilen auf dem Campus zu motivieren, soziale Integration zu fördern, attraktive Begegnungsorte zu schaffen und vorhandene Ressourcen sinnvoll zu nutzen.
Hans-Joachim Völz, Kanzler der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin erklärt: „Diese Veröffentlichung ist ein erster wichtiger Schritt. Sie lädt dazu ein, Campusleben nicht dem Zufall zu überlassen, sondern aktiv zu gestalten. Jetzt kommt es darauf an, dass Hochschulen, Studierendenwerke, Studierende und Politik die Impulse aufgreifen, gemeinsam weiterdenken und vor Ort konkrete Schritte für den Campus der Zukunft entwickeln.“
Der Impulsgeber „Campusleben der Zukunft“ online:
https://www.studierendenwerke.de/beitrag/campusleben-der-zukunft
