Zu wenig bezahlbarer Wohnraum für Studierende ist ein gesamteuropäisches Problem, ebenso Finanzierungsprobleme oder die psychische Belastung von Studierenden angesichts multipler Krisen: Benötigen die europäischen Studierendenwerke oder die für „Student Services“ verantwortlichen Hochschulorganisationen eine gemeinsame Strategie? Das ist die Leitfrage der „European Student Affairs Conference“ (ESAC), zu der das Deutsche Studierendenwerk am 8. und 9. Juli 2026 nach Kiel einlädt.
Mitveranstalter ist der European Council for Student Affairs (ECStA), der europäische Dachverband der Studierendenwerke und vergleichbarer Institutionen der sozialen Versorgung und Betreuung von Studierenden in Europa. Gastgeber der ESAC ist das Studentenwerk Schleswig-Holstein. Die Veranstalter erwarten mehr als 100 internationale Expert*innen in der sozialen Dimension der Hochschulbildung.
Politik und Praxis der „Student Services“ sind in Kiel Thema.
Politik: Prof. Sunniva Whittak von der European University Association (EUA), Emmanuelle Dubrana, Vizepräsidentin des französischen Verbands CNOUS sowie Arno Schrooyen, Vizepräsident der European Students‘ Union (ESU) diskutieren zur Eröffnung der Tagung mit Matthias Anbuhl, DSW-Vorstandsvorsitzender und gleichzeitig ECStA-Präsident, vor welchen Herausforderungen die Studierendenwerke und ihre Partner in Europa stehen.
Praxis: Zu Themen wie der studentischen Wohnungskrise, Mental Health, KI und Digitalisierung gibt es rund 50 Fachvorträge, Impulse, Austausche und Diskussionen. „Student Services“-Profis und internationale Expert*innen aus Frankreich, Italien, Polen, Belgien, Irland, Norwegen, Kanada und Deutschland teilen ihr Wissen.
Drei Beispiele:
Dr Isaora Rivierez von der französischen Beobachtungsstelle für studentisches Leben (OVE) und Dr. Kristina Hauschildt vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung schildern die psychischen Belastungen der Studierenden in Europa, mit Daten aus der EUROSTUDENT-Forschung
Daniele Maoddi und Giuseppe Giuzio vom italienischen Dachverband ANDISU stellen vor, wie Italien „60.000 neue Wohnheimplätze bis 2027“ bauen will
Kelly Heather von der Universität Toronto zeigt, wie ihre Universität KI-Kompetenzen im Student Services Bereich aufbaut
Medienvertreter*innen sind herzlich eingeladen zur ESAC 2026. Als Anmeldung genügt eine formlose E-Mail an: [email protected]
Die Konferenz-Website mit dem aktuellen Programm: www.esac2026.eu
