Aus diesem Anlass appelliert Matthias Anbuhl, der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Studierendenwerks, an die Bundesländer, bei ihren Plänen zur Hochschulbausanierung auch die Mensen und Cafeterien der Studierendenwerke zu berücksichtigen. Er erklärt:
„Die Mittel des Bund-Länder-Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität für Hochschulsanierungen können auch für die Sanierung von Mensen und Cafeterien der Studierendenwerke genutzt werden. Hinzu kommt mit einer Milliarden Euro im Jahr die Schnellbauinitiative des Bundes.
Wir appellieren an die Bundesländer, die Mittel aus diesen Fördertöpfen auch für die Sanierung der Mensen und Cafeterien der Studierendenwerke einzusetzen. Wie im Hochschulbau generell, sind auch viele Mensen und Cafeterien sanierungsbedürftig. Wir veranschlagen den akuten Finanzbedarf dafür auf mindestens vier Milliarden Euro.
Das Land Mecklenburg-Vorpommern macht es vor: Es investiert 23 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität in eine neue Mensa im Südstadtcampus in Rostock; das Studierendenwerk Rostock-Wismar wird sie betreiben.
Es ist dringend notwendig, dass weitere Länder sich an diesen Beispielen orientierten und weitere Mensa-Sanierungen und Mensa-Neubauten folgen.
Die Mensa ist ein Herzstück des Campus; sie steht im Zentrum des studentischen Lebens. Die Studierenden nutzen die Mensa für ein kostengünstiges, gutes Essen, aber auch für Begegnungen, Diskussionen, Austausch und zum Chillen.“
Hintergrund: DSW-Mensatagung 2026
In Bielefeld treffen sich rund 150 Mensa-Expert*innen aus 57 Studierendenwerken zu ihrem Jahrestreffen. Bundesweit betreiben die 57 Studierendenwerke an den Hochschulen fast 900 gastronomische Einrichtungen wie Mensen und Cafeterien. Im Jahr 2024 erwirtschafteten sie einen Umsatz von mehr als 412 Millionen Euro.
