15.01.2015

Tipps und Informationen Nr. 1 / 2015

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Aus der Arbeit der IBS und des DSW

Bundesministerin Wanka zu Studium und Behinderung, IBS und best2

"Wir brauchen mehr Chancengerechtigkeit", betonte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka  in ihrer Rede zur Eröffnung der 75. Mitgliederversammlung des Deutschen Studentenwerks. Dies bedeute auch, "Möglichkeiten für Studierende mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu schaffen." Die Ministerin würdigte in ihrer Rede zugleich die Arbeit der IBS und kündigte die Datenerhebung "beeinträchtigt studieren 2" an.

 

Eröffnungsrede der Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka zur 75. Ordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Studentenwerks

 

Postkarten in sechs Motiven

Bei der IBS können ab sofort Postkarten zum Thema "Studium und Behinderung" kostenfrei bestellt werden. Die sechs Motive der Postkarten wurden von Studierenden für den 26. Plakatwettbewerb des DSW entworfen. Mit den Postkarten möchte die IBS alle im Bereich Studium und Behinderung Aktiven unterstützen, ihr Arbeitsumfeld für das Thema zu sensibilisieren. Da die Postkarten in einer Auflage von 25.000 je Motiv gedruckt wurden, können sie großzügig ausgelegt werden.

 

Bestellformular für Postkarten zum Thema "Studium und Behinderung"

 

Aus Hochschulen und Studentenwerken

TU Dortmund: Bibliothek öffnet Arbeitsraum für Studierende mit Behinderungen

In der Universitätsbibliothek der TU Dortmund steht ab sofort ein Arbeitsraum exklusiv für behinderte Studierende zur Verfügung. Die Studierenden können in diesem Raum zum Beispiel mit ihrer Studienassistenz oder einer Lerngruppe arbeiten. Zur Ausstattung des Raums gehört ein spezieller PC-Arbeitsplatz mit ZoomText, Jaws, Braille-Zeile, Bildschirmlesegerät und Drucker.

 

Arbeitsraum für Studierende mit Behinderungen

 

CAU Kiel: Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK

Interessierte können den Arbeitsprozess der CAU zur Schaffung eines Aktionsplanes zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention jetzt auf einer eigens eingerichteten Webseite verfolgen. In einem Interview unterstreicht die Vizepräsidentin der Universität, Prof. Anja Pistor-Hatam, dass Inklusion in der Hochschule ein zentrales Anliegen des Präsidiums sei.

 

Interview zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention an der CAU Kiel

CAU Kiel: Webseite zum Aktionsplan

 

Rheumapreis 2014 ehrt Studentenwerk Berlin

Zwei Berufstätige und eine Studentin sind im vergangenen Jahr mit dem RheumaPreis 2014 geehrt worden. Sie erhielten diese Auszeichnung für die beispielgebende Weise, wie sie auch mit Rheuma ihren Berufsweg verfolgen. Geehrt wurden zugleich die ihnen zur Seite stehenden Einrichtungen – darunter das Studentenwerk Berlin und die Universität Tübingen. Der RheumaPreis wird jährlich ausgeschrieben. Bewerbungsunterlagen sind ab Januar 2015 erhältlich.

 

Deutsche Rheuma-Liga: RheumaPreis 2014 verliehen

RheumaPreis: Aktiv mit Rheuma am Arbeitsplatz

 

Hochschule Landshut: Studiengang "Gebärdensprachdolmetschen" geplant

Der Bachelor-Studiengang soll zum Wintersemester 2015/16 eingeführt werden. Hierfür wurde bereits dieses Wintersemester Prof. Dr. Uta Benner an die die Hochschule Landshut berufen. An der Fakultät für Soziale Arbeit ist sie für die konzeptionelle Entwicklung und fachliche Ausgestaltung des neuen Studiengangs verantwortlich.

 

idw: Vorbereitungen für einen neuen Studiengang

 

Uni Bamberg: Studierende mit psychischer Erkrankung initiieren Selbsthilfegruppe

"HOPES - Hilfe und Orientierung für Psychisch Erkrankte Studierende" heißt die Selbsthilfegruppe, die von Studierenden für Studierende mit psychischer Erkrankung an der Universität Bamberg ins Leben gerufen wurde. Geplant sind zweiwöchige Treffen. Die Selbsthilfegruppe soll den Studierenden einen geschützten Rahmen bieten für den Austausch, Unterstützung und praktische Tipps. Lehrende sensibilisierte die Universität mit einer Weiterbildung zum Thema Studieren mit psychischer Erkrankung.

 

HOPES Bamberg - Hilfe und Orientierung für Psychisch Erkrankte Studierende

uni.kat: Vom Umgang mit psychischen Erkrankungen bei Studierenden, S. 8 (PDF, 4,2 MB, nicht barrierefrei)

 

Für die Beratungspraxis

DV aktualisiert Empfehlungen zur Krankenkost im SGB  II / SGB XII

Mit der Aktualisierung nimmt der Deutsche Verein (DV) Mukoviszidose als mehrbedarfsfähige Erkrankung in seine Krankenkostempfehlungen auf. Außerdem geben die Empfehlungen erstmalig eine Hilfestellung zur Beurteilung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Bei Diabetes, erhöhten Fettwerten und weiteren „Volkskrankheiten“ werden weiterhin keine Zulagen gewährt. Der Mehrbedarfsanspruch gilt auch für Studierende.

 

Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Gewährung von Krankenkostzulagen in der Sozialhilfe (PDF, 113 KB, nicht barrierefrei)

 

Eingliederungshilfe für ein Hochschulstudium bei abgeschlossener Berufsausbildung

Im Rechtsdienst der Lebenshilfe, Ausgabe 4/2014, findet sich eine Besprechung des Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen vom 27.03 2014 (Az: L 9 SO 497/11). Das Gericht bestätigte, dass eine gehörlose Studentin trotz einer vorhandenen Berufsausbildung Anspruch auf Eingliederungshilfe für ein Hochschulstudium habe. Das Gericht betonte in der Urteilsbegründung, dass bei der Bestimmung eines "angemessenen Berufs" die Verhältnisse nichtbehinderter Menschen als Maßstab heranzuziehen seien.

 

Rechtsdienst der Lebenshilfe, Bestellannahme

 

Mobilität mit Behinderung – Neue Internetseite des DAAD

Der DAAD ermutigt Studierende mit Behinderungen zu einem Auslandsstudium. Für ungedeckte behinderungsbedingte Mehrkosten im Ausland können Teilnehmer und Teilnehmerinnen an einem DAAD-Programm Fördermittel beantragen. Darüber informiert nun eine neue Webseite des DAAD einschließlich einer Kontaktadresse speziell für Fragen rund um ein Auslandstudium mit Behinderung.

 

DAAD: Mobilität mit Behinderung

Expert/innen beantworten Fragen unter [email protected]

 

Aus Politik und Verwaltung

Drei Anträge verhandeln Nationalen Bildungsbericht

Der im Juni 2014 vorgestellte fünfte Bildungsbericht untersucht in einem Schwerpunktkapitel die Situation von Menschen mit Behinderungen in den verschiedenen Bildungsbereichen. Nun ist der Nationale Bildungsbericht Grundlage gleich mehrerer Anträge der Regierungsfraktion sowie der Fraktionen Bündnis90 / Die Grünen und Die Linke. In den Anträgen gefordert werden die verstärkte Aus- und Weiterbildung für das Personal auch an Hochschulen für die neuen Aufgaben der inklusiven Bildung (CDU/SPD) sowie ein Rechtsanspruch auf inklusive Bildung in allen Bildungsbereichen (Die Linke und auch  Bündnis 90 / Die Grünen).

 

Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD: Bildung in Deutschland gemeinsam voranbringen, Lehren aus dem Nationalen Bildungsbericht 2014 ziehen, Chancen der Inklusion nutzen, Drucksache 18/3546 (PDF, 166 KB, nicht barrierefrei)

Antrag der Fraktion DIE LINKE: Bildungsverantwortung gemeinsam wahrnehmen – Konsequenzen aus dem Bildungsbericht ziehen, Drucksache 18/3728 (PDF, 126 KB, nicht barrierefrei)

Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Bildung schafft Teilhabe und Chancengleichheit – Empfehlungen des Nationalen Bildungsberichts 2014 zügig umsetzen, Drucksache 18/3412 (PDF, 164 KB, nicht barrierefrei)

 

Verschiedenes

Infothek zu Behinderungen und Erkrankungen

Die REHADAT startet eine Wissensreihe über medizinisches Basiswissen zu Behinderungen und chronischen Krankheiten. Ergänzt wird diese durch Infoblätter über den Einsatz von Hilfsmitteln bei bestimmten Behinderungen und Erkrankungen. Bislang erschienen ist ein Beitrag zu Epilepsie sowie drei Infoblätter u.a. zu Hilfsmitteln für blinde Menschen.

 

REHADAT: Informationen zu Behinderungen und Erkrankungen

 

Studium und Behinderung in den Medien

DSW-Journal: Wie weit ist die "Hochschule für Alle"?

Die UN-Behindertenrechtskonvention und die Empfehlung "Eine Hochschule für Alle" der Hochschulrektorenkonferenz geben die Richtung für Inklusion im deutschen Hochschulsystem vor. Ausgehend davon benennt der Artikel Herausforderungen und Beispiele guter Praxis.

 

DSW Journal, Ausgabe 4/2014, S. 16-17

 

FAZ: Psychotherapie als Stigma

Unter dem Zwischentitel "Therapie gegen Prüfungsstress" wirft der Artikel die Frage auf, welche Folgen Studierenden bei eine psychotherapeutischen Begleitung entstehen. Grundtenor des Artikels: Trotz des offeneren Umgangs mit z.B. Burnout oder Depression gibt es keine "Entstigmatisierung" psychischer Krankheiten.

 

FAZ: Psychotherapie als Stigma

 

Termine

Podiumsdiskussion: Sozialer Konkurrenzraum Hochschule – Opfern wir Chancengleichheit für Elitenbildung?

Termin: 21. Januar 2015Ort: HalleZielgruppe: alle InteressiertenVeranstalter:  Arbeitskreis Inklusion des Studierendenrates der Martin-Luther-Universität, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Sachsen-Anhalt

Zum Thema diskutieren Marco Tullner (CDU, Staatssekretär des Ministeriums für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt), Dr. Katja Pähle (SPD, Wissenschaftspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion), Hendrik Lange (Die Linke, Hochschulpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion), Prof. Dr. Claudia Dalbert (Bündnis90/Die Grünen, Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion) sowie Prof. Dr. Udo Sträter (Rektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, angefragt).

 

Podiumsdiskussion: Sozialer Konkurrenzraum Hochschule – Opfern wir Chancengleichheit für Elitenbildung?

 

Informationsangebot zum Thema "Studieren mit Handicap"

Termin: 13. Februar 2015Ort: RegensburgZielgruppe: Studieninteressierte mit chronischer Erkrankung / BehinderungVeranstalter: Universität Regensburg und Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg und der Hochschule für katholische Kirchenmusik & Musikpädagogik

Im Rahmen des Regensburger Hochschultags wird es ein Informationsangebot zum Thema "Studieren mit Handicap" geben. Universität und Hochschule beraten zu den Themen Studienwahl, Bewerbung mit Sonderanträgen, Nachteilsausgleichsregelungen, Unterstützungsmöglichkeiten während des Studiums und Sportmöglichkeiten. Das Beratungsangebot des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz umfasst die Bereiche Wohnmöglichkeiten und Finanzierung.

 

Regensburger Hochschultag

 

Psychische Erkrankungen bei Studierenden - wie erkenne ich sie und wie gehe ich damit um?

Termin 26. März 2015Ort: WürzburgZielgruppe: Hochschulmitarbeiter und -mitarbeiterinnen sowie LehrendeVeranstalter: Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung (KIS), ProfiLehre (ZilS)

Das Seminar vermittelt Grundkenntnisse über psychische Erkrankungen, ihre Hintergründe und Erscheinungsformen. Ziel ist, Lehrende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Hochschulen für das Thema zu sensibilisieren und Unsicherheiten im Umgang mit psychischen Erkrankungen bei Studierenden abzubauen. Im Seminar wird ein Konzept für ein strukturiertes Gespräch mit psychisch erkrankten Studierenden vorgestellt und an Praxisbeispielen vertieft.

 

Anmeldung unter [email protected]

 

Assistenz?! Antworten auf rechtliche Fragen rund um Schulbegleiter, Vorlesekräfte, Arbeits- und Alltagsassistenzen

Termin: 10. und 11. Juli 2015Ort: MarburgZielgruppe: blinde und sehbehinderte Interessierte, haupt- und ehrenamtliche Beratungskräfte, Angehörige und alle InteressiertenVeranstalter: Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista) 

Die Fortbildung vermittelt Grundlagen rechtlichen Handelns im Sozial- und Verwaltungsrecht. Besprochen werden Fragen rund um das Thema Assistenz, z.B. : Welche Formen von Assistenz gibt es? Welchen Anspruch habe ich und wie viel Assistenz bekomme ich? Welcher Kostenträger finanziert Assistenzleistungen? Anmeldeschluss ist der 8. Juni 2015

 

blista: Assistenz?! Antworten auf rechtliche Fragen rund um Schulbegleiter, Vorlesekräfte, Arbeits- und Alltagsassistenzen

 

21st International Camp on Communication & Computers (ICC)

Termin: 27. Juli bis 5. AugustOrt: Zeist/NiederlandeZielgruppe: blinde und sehbehinderte Jugendliche von 16-21 JahrenVeranstalter: Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS)

Auf dem internationalen Camp vorgestellt werden neue Informationstechnologien für Sehgeschädigte, blinden- und sehbehindertenspezifische Geräte und andere Technologien im Zusammenhang mit Zugänglichkeit. Workshops widmen sich der Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten der Teilnehmenden und geben Studien- und Berufsperspektiven.

 

DVBS lädt blinde und sehbehinderte Jugendliche zum ICC 2015 ein