Aus der Arbeit der IBS und des DSW
Vorankündigung: IBS-Qualifizierungsseminare "Kompetent beraten" und "Nachteilsausgleiche für das Studium"
Die Daten für die nächsten Qualifizierungsseminare der IBS stehen fest: Am 3. und 4. Dezember 2015 findet das Qualifizierungsseminar "Kompetent beraten" in Weimar statt. Am 21. und 22. Januar 2016 folgt das Qualifizierungsseminar "Nachteilsausgleichsregelungen für das Studium" in Essen.
Veranstaltungsrückblick: Nachteilsausgleichsregelungen für das Studium
Im April 2015 veranstaltete die IBS ein Qualifizierungsseminar für Berater_innen und Beauftragte für Studierende mit Behinderungen /chronischen Krankheiten. Die Referentinnen Dr. Maike Gattermann-Kasper und Susanne Peschke haben die Vorträge und Workshops ausführlich dokumentiert. Das Material steht nun auf den Webseiten der IBS zum Nachlesen bereit.
IBS: Veranstaltungsrückblick
Stellungnahme des DSW zum Gesetzentwurf zur Änderung des Hochschulgesetzes Niedersachsen
Das DSW fordert in seiner Stellungnahme das Amt der/des Beauftragten für Studierende mit Behinderungen gesetzlich konkreter auszugestalten. Zugleich fordert es, den Hochschulzugang diskriminierungsfrei auszugestalten und rechtliche Regelungslücken durch die Verankerung angemessener Nachteilsausgleiche beim Hochschulzugang, im Studium und bei Prüfungen zu schließen.
Stellungnahme des Deutschen Studentenwerks zum Entwurf eines "Gesetzes zur Stärkung der Beteiligungskultur innerhalb der Hochschulen" der Landesregierung Niedersachsens in Bezug auf die Belange der Studierenden mit Behinderungen (Stand 22.05.2015)
Aus Hochschulen und Studentenwerken
Universität Siegen: Studienabschlussunterstützung für Studierende mit Behinderungen
Auf Initiative des Beauftragten für Studierende mit Behinderungen und des AStA gibt es an der Uni Siegen für Studierende mit Behinderungen eine Studienabschlussunterstützung in Form eines Coachings. Dadurch sollen Studienabbrüche von Studierenden verhindert werden, die in ihrem Studium bereits weit fortgeschritten sind. Finanziert wird das Projekt aus Qualitätsverbesserungsmitteln. 24.000 Euro stehen jährlich zur Verfügung. Bislang konnten acht Studierende von diesem Angebot profitieren.
Universität Siegen: Mit Coaching zum Bachelor oder Master
Hochschule Bochum: Projektarbeit für mehr Barrierefreiheit
Im Fachbereich Wirtschaft der Universität Bochum geht es um mehr Barrierefreiheit am Campus und im Stadtgebiet. Gegenwärtig erstellen Wirtschaftsstudierende gemeinsam mit Mitarbeitern des Fachbereichs Geodäsie einen mobilen, interaktiven und barrierefreien Service zur Orientierung, der als App z.B. auf Laptops und Mobiltelefonen eingesetzt werden kann. Der Behindertenbeauftragte Professor Dieter Rüth unterstützt das Projekt.
Projekt "Barrierefreies BO" l
idw: App für ein barrierefreies Bochum
Studentenwerk Oldenburg: Tutor_innen für Erstsemester mit Behinderung
Ab Wintersemester 2015 übernehmen an der Universität Oldenburg studentische Tutor_innen aus dem Fachbereich Sonderpädagogik eine Orientierungs- und Organisationshilfe für Erstsemester, die aufgrund einer Behinderung / chronischen Erkrankung Unterstützungsbedarf in den ersten Wochen haben. Studierende aller Fachbereiche sind angesprochen. Die Tutor_innen ersetzen jedoch nicht eine persönliche Assistenz oder pflegerische Hilfe.
Nähere Informationen gibt Wiebke Hendeß unter [email protected]
Aus den Bundesländern
Berlin: Konkretisierung der behindertenpolitischen Leitlinien
Der Berliner Senat hat seine "Behindertenpolitischen Leitlinien zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention" von 2011 konkretisiert. Diese sehen nun vor, dass in den Hochschulverträgen Regelungen zur Inklusion festgeschrieben, die Mittel für die Integrationshilfen bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt werden und Menschen mit Behinderung der Hochschulzugang erleichtert werden soll.
Konkretisierung der "behindertenpolitischen Leitlinien des Landes Berlin zur nachhaltigen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention bis zum Jahr 2020" (PDF, 470 KB)
IBS: Aktionspläne der Länder zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention: Maßnahmen im Bereich Hochschule (PDF, 272 KB)
Bremen: Landesaktionsplan vorgelegt
Bremen hat seit November 2014 einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Darin ist u.a. vorgesehen, dass das Thema Inklusion in die Zielvereinbarungen zwischen Land und Hochschulen aufgenommen und die hochschul- sowie zulassungsrechtlichen Regelungen an die rechtlichen Erfordernisse der UN-BRK angepasst werden sollen. Zugleich sollen die Übergänge zu Beginn und Ende des Studiums verbessert werden.
Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Land Bremen (PDF, 1,48 MB)
IBS: Aktionspläne der Länder zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention: Maßnahmen im Bereich Hochschule (PDF, 272 KB)
Aus Politik und Verwaltung
Bundesregierung kündigt best2 an
In einer Kleinen Anfrage erkundigten sich die Abgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen nach den Leistungen der Bundesregierung für Studierende mit Behinderungen. In ihrer Antwort kündigt die Bundesregierung an, erneut eine Studierendenbefragung "beeinträchtigt studieren" zu fördern. "best2" soll in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode aktuelle Daten zur Lage behinderter Studierender an deutschen Hochschulen zur Verfügung stellen.
Bündnis 90/Die Grünen: Kleine Anfrage "Sechs Jahre nach dem Dresdner Bildungsgipfel - Stand und Perspektiven der Zielsetzungen durch die Bundesregierung". Drucksache 18/43695
Verschiedenes
Neue DIN Norm veröffentlicht
Im Januar 2015 wurde die DIN 32986 „Taktile Schriften und Beschriftungen – Anforderungen an die Darstellung und Anbringung von Braille- und erhabener Profilschrift“ veröffentlicht. Die Anwendung der DIN 32986 bezieht sich sowohl auf Außen- als auch auf Innenbereiche des öffentlichen Raums. Eine Schriftart, die den Anforderungen der DIN 32986 entspricht, wurde vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) in Auftrag gegeben. Die Schrift ist gegen eine Schutzgebühr von 20,00 € beim DBSV erhältlich.
Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit: DIN 32986 veröffentlicht
DBSV Profilschrift
Studium und Behinderung in den Medien
Bremer Uni-Schlüssel: "Raus aus der Betroffenheitsecke"
Ansprechpersonen der Universität für Studierende mit Behinderungen / chronischen Krankheiten berichten von ihrer Arbeit. Ein Thema ist die Umsetzung des vom Akademischen Senat beschlossenen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-BRK.
BREMER UNI-SCHLÜSSEL (BUS), Seite 8 (PDF, 4,2 MB, nicht barrierefrei)
SignatUR: Inklusion: "Eine Hochschule für Alle"
Der Artikel stellt die vielfältigen Maßnahmen vor, die die Universität bereits zur Verbesserung der Situation der Studierenden mit Behinderungen / chronischen Krankheiten ergriffen hat. Diese betreffen die Barrierefreiheit von Gebäuden und des Webauftrittes ebenso wie den Ausbau des Beratungsangebotes, die Angebote der Bibliothek, des Sportzentrums oder des Zentrums für Sprache und Kommunikation.
SignatUR - Regensburger Universitätszeitung, ab Seite 12 (PDF, 1,8 MB, nicht barrierefrei)
Süddeutsche: Ich denke bis heute manchmal: Ich bin dumm
Der Artikel beschäftigt sich mit Nachteilsausgleichen bei Vorliegen einer Legasthenie - und den Schwierigkeiten, die Studierende mit einer Legasthenie haben, Nachteilsausgleiche zu erhalten.
Süddeutsche: Ich denke bis heute manchmal: Ich bin dumm
Süddeutsche: Ich habe eine große Schreibhemmung
Tiemo Grimm ist Professor für Humangenetik - und er ist Legastheniker. Im Artikel spricht er über seine wissenschaftliche Karriere trotz Legasthenie.
Süddeutsche: Ich habe eine große Schreibhemmung
horus: Zeitenwende - vom Leben nach der blista
Ein Absolvent der blista berichtet über sein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Würzburg.
horus 1/2015: Zeitenwende - vom Leben nach der blista
