Im neuen DSW-Journal 4/2025 des Deutschen Studierendenwerks (DSW), welche Ausgabe ab morgen erscheint, betont DAAD-Generalsekretär Dr. Kai Sicks, Deutschland habe die historische Chance, zum Studienziel Nummer eins für global mobile Studierende werden zu können. Dafür sei aber eine „entschlossene Investitionsstrategie“ notwendig.
Sicks schreibt: „Jeder Jahrgang internationaler Studierender trägt über seine Lebenszeit rund 16 Milliarden Euro mehr zum deutschen Staatswesen bei, als die Bundesrepublik in ihn investiert – so eine kürzlich veröffentlichte Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft. […] Viele bleiben nach ihrem Abschluss und stärken als hochqualifizierte Fachkräfte unsere Wirtschaft und die Vielfalt unserer Gesellschaft. Andere kehren in ihre Heimatländer zurück – und wirken als Botschafterinnen und Botschafter Deutschlands, als Brückenbauer zwischen Ländern und Systemen.“
Reines Anwerben internationaler Studierender reiche nicht aus, so Sicks. Die wachsende internationale Studierendenschaft erfordere gute soziale Rahmenbedingungen: „Dazu gehören bezahlbarer Wohnraum, moderne Hochschulstrukturen und genügend Personal für Beratung und Betreuung.“
Zentral ist für Sicks, dass Hochschulen sowie Bund und Länder gemeinsam Verantwortung übernehmen. Flexible Einstellungspraktiken in Unternehmen und eine gelebte Willkommenskultur seien zudem unerlässlich, um den Studienerfolg internationaler Studierender zu sichern.
Zumal parallel aktuell eine neue globale Konkurrenzsituation um internationale Studierende entstehe, etwa durch verstärkte Anwerbungsbemühungen in China, Russland, der Türkei oder Südkorea.
Der Gastbeitrag von Kai Sicks auf den Seiten 40/41 DSW-Journal 4/2025:
https://www.studierendenwerke.de/beitrag/wir-muessen-tempo-machen
