05.02.2026

Bundesregierung darf ihr BAföG-Versprechen nicht brechen!

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Zu Berichten über einen regierungsinternen Streit zur Finanzierung der BAföG-Reform erklärt Matthias Anbuhl, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Studierendenwerks:

"Bricht die Große Koalition ihr eigenes BAföG-Versprechen? Ich mag mir nicht vorstellen, dass die Bundesregierung die Belange der jungen Generation derart sträflich vernachlässigen will.

Die im Koalitionsvertrag genau beschriebene BAföG-Reform muss wie versprochen zum Wintersemester 2026/2027 kommen. Das BAföG muss höher, einfacher und digitaler werden. Damit die BAföG-Ämter genügend Zeit haben, die Reform umzusetzen, ist es erforderlich, dass die Novelle jetzt im Februar 2026  vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht wird.

Die stark steigenden Mieten in den Hochschulstädten, die gestiegenen Preise für Lebensmittel und Energie haben der jungen Generation enorm zugesetzt. Die versprochenen BAföG-Verbesserungen bei den Bedarfssätzen, der Wohnkostenpauschale und den Freibeträgen müssen kommen. Auch muss das BAföG dringend einfacher und digitaler werden. Es muss zu einem Leuchtturmprojekt der Staatsmodernisierung gemacht werden.

Die Regierungsparteien haben bei der Bundestagswahl 2025 gesehen, dass das Vertrauen der jungen Generation in sie schwindet. Sie sollten dringend daran arbeiten, diese Stimmen zurückzugewinnen.“