06.05.2026

Pressestatement: Auch den Preis des Deutschland-Semestertickets einfrieren

Das Deutsche Studierendenwerk (DSW) unterstützt den Vorschlag des nordrhein-westfälischen Verkehrsministers Oliver Krischer (Bündnis 90/Die Grünen), den Preis des Deutschlandtickets vorerst einzufrieren und nicht wie geplant zum 1. Januar 2027 zu erhöhen. Dies käme auch den Studierenden in Deutschland zugute, argumentiert der DSW-Vorstandsvorsitzende Matthias Anbuhl.

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Er erklärt:

„Der Preis für das Deutschland-Ticket darf nicht weiter steigen, sondern muss endlich eingefroren werden. Angesichts der stark ansteigenden Öl- und Benzinpreise ist das ohnehin eine gute Idee. In einer Ölpreis-Krise muss der ÖPNV gestärkt und so attraktiv wie möglich gemacht werden. 

Für die Studierenden ist ein erschwinglicher und gut ausgebauter ÖPNV zentral; ihre Mobilität hängt ganz entscheidend davon ab. Seit der Einführung des Deutschland-Semestertickets im Solidar-Modell im Frühjahr 2024 ist die studentische Nutzung stetig gestiegen. Aktuell nutzen ca. 1,4 Mio. Studierende das Deutschland-Semesterticket, ein Anteil von 11 Prozent aller Menschen, die das Deutschland-Ticket haben. 

Nach unserer Wahrnehmung werden aber die geplanten Preiserhöhungen von den Studierenden nur noch schwer toleriert – wenn überhaupt. Ihr Budget ist ohnehin stark auf Kante genäht, und wegen der stark ansteigenden Mieten und Lebensmittelpreis droht diese Naht zu reißen. Laut Statistischem Bundesamt müssen alleinlebende Studierende 53 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für die Miete ausgeben. Zwei von drei studentischen Haushalten gelten laut Statistischem Bundesamt als überlastet. Bliebe der Preis des Deutschland-Semestertickets stabil, wäre das für sie ein wichtiges Signal und eine finanzielle Entlastung.

Der Preis des Studierendentickets muss auch grundsätzlich vom Preis des Deutschland-Tickets entkoppelt werden. Die Kosten für das Deutschland-Semesterticket im Solidarmodell sind an die Entwicklung beim Deutschlandticket gekoppelt. Der Preis wird daher noch in diesem Jahr von eingangs 176,40 Euro auf 226,80 Euro pro Semester ansteigen. Das bedeutet eine Verteuerung von über 28 Prozent bzw. 50,40 Euro im Semester binnen zwei Jahren.

Jetzt ist aus wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Gründen ein idealer Moment, den Preis des Deutschlandtickets und damit auch des daran gekoppelten Deutschland-Semestertickets für Studierende einzufrieren.“