10.04.2026

AfD-Angriff auf die Hochschulen

Gastbeitrag im DSW-Journal 1/2026 analysiert Risiken für die Wissenschaftsfreiheit durch AfD-Regierungsprogramm für Sachsen-Anhalt; Beitrag skizziert Strategien zur Stärkung der Resilienz des Wissenschaftssystems; Autoren Peer Pasternack und Justus Henke forschen beide am Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Universität Halle-Wittenberg

 

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In einem Gastbeitrag im neuen DSW-Journals 1/2026 des Deutschen Studierendenwerks (DSW) analysieren die beiden Hochschulforscher Peer Pasternack und Justus Henke die möglichen Auswirkungen eines Wahlerfolgs der AfD in Sachsen-Anhalt auf das Hochschulsystem. 

Grundlage des Beitrags ist ein geleakter Entwurf eines als „Regierungsprogramm“ titulierten Papiers des AfD-Landesverbands. Die beiden HoF-Autoren zeichnen ein Szenario, in dem die bisherige Stabilität des deutschen Wissenschaftssystems unter Druck geraten könnte. Sie argumentieren, dass rechtliche Sicherungen und institutionelle Autonomie weniger belastbar seien, als häufig angenommen würde.

Im Zentrum der Analyse steht die Frage, wie Förderprogramme, Grundfinanzierungen und föderale Abstimmungsprozesse von der AfD genutzt werden könnten, um bestimmte Forschungsfelder gezielt zu schwächen oder umzustrukturieren.

Darüber hinaus identifizieren die Autoren bei der AfD klassische rechtsextreme Narrative, darunter die Abwertung etablierter Forschungsrichtungen, die Forderung nach einer stärkeren nationalen Ausrichtung von Wissenschaft sowie eine Ausweitung staatlicher Eingriffe in die akademische Selbstverwaltung. 

Der Gastbeitrag von Pasternack/Henke auf den Seiten 36 und 37:
https://www.studierendenwerke.de/fileadmin/user_upload/DSW-Journal_1_2026.pdf

Weitere Themen im DSW-Journal 1/2026:

  • Falko Mohrs: „Wir schauen in der GWK sehr genau darauf, wo wir vulnerabel wären“. Der stellvertretende GWK-Vorsitzende über die AfD, Antisemitismus an Hochschulen, Eintreten für die Demokratie
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