“Sie kommen an die Uni, und vielerorts werden sie von einem Protestcamp begrüßt, das zur Intifada aufruft. Dann gehen sie auf die Toilette, und irgendwo klebt ein rotes Hamas-Dreieck, oder an die Klotür hat jemand einen Mordaufruf gegen Jüdinnen und Juden gekritzelt. Es macht etwas mit einem, wenn das die Umgebung ist, in der man studieren, lernen, leben soll. Eine extreme Belastung.” So beschreibt Ron Dekel im neuen DSW-Journal 1/2026 “dieses Gefühl allgegenwärtiger Bedrohung”, dem sich jüdische Studierende an den Hochschulen ausgesetzt sähen.
Dekel ist Präsident der Jüdischen Studierendenunion Deutschland, JSUD. Das Interview mit ihm ist eingebettet in eine Analyse, womit jüdische Studierende seit dem Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 und dem Waffenstillstand im Gaza-Krieg im Studium konfrontiert sind.
Ron Dekel sieht auch eine „permanente Konfrontation“: „Man möchte sich am liebsten ganz normal an der Universität bewegen – und wird immer wieder auf dieses eine Thema angesprochen, immer wieder darauf reduziert. Man soll plötzlich als eine Art Botschafter Israels auftreten, selbst wenn man gar kein Staatsbürger ist, vielleicht noch nie dort war.“
Das Interview mit Ron Dekel und die Analyse von Jan-Martin Wiarda auf den Seiten 18-21:
https://www.studierendenwerke.de/fileadmin/user_upload/DSW-Journal_1_2026.pdf
Weitere Themen im DSW-Journal 1/2026:
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