Seit der ersten Ausgabe 2013 wurden bereits über 8.000 Becher ausgegeben, mehr als 5.000 davon kostenlos an Erstsemester, finanziert über den Mehrwegbecherfonds. Wer den Spruchbecher in den Studiwerk-Cafeterien nutzt, spart nicht nur Verpackungsmüll, sondern auch Geld: 10 Cent Rabatt gibt es beim Einsatz an den Kaffeeautomaten. Für Einwegbecher fällt hingegen ein Aufschlag von 20 Cent an – dieser fließt direkt in den Fonds für neue Studierende.
„Unsere Spruchbecher sind mehr als nur Trinkgefäße – sie sind ein Statement für nachhaltigen Konsum, ein Beitrag zur Abfallvermeidung und zugleich ein sympathischer Bezug zur Trierer Geschichte“, erklärt Studiwerk-Geschäftsführer Andreas Wagner. Auch wenn die Einwegbecher des Studiwerks aus nachwachsenden Rohstoffen und biologisch abbaubar sind - das Ziel bleibt klar: Mehrweg soll zur Normalität werden. Deshalb ist der Trierer Spruchbecher in den Studiwerk-Offices in Tarforst und am Schneidershof sowie in der Klappschmier für 3,50 Euro erhältlich (Deckel optional für 1,- Euro).
Das Design der Kunststoffbecher orientiert sich in Form und Optik an den berühmten Trierer Spruchbechern, die einst als Exportschlager im gesamten Römischen Reich galten. In Kooperation mit dem Rheinischen Landesmuseum Trier und auf Basis einer Promotion entstand 2013 die erste moderne Edition mit dem Aufdruck „GAVDEAS – Freu dich“. Die weiteren Auflagen tragen – wie damals – lateinische Sinnsprüche, die augenzwinkernd zum Weitertrinken, Nachschenken oder Genießen auffordern und die exakt den römischen Vorbildern entsprechen, was übrigens auch für die verwendete Ornamentik gilt:
1. Auflage 2013 – GAVDEAS – Freu dich
2. Auflage 2015 – REPLE ME – Füll mich wieder
3. Auflage 2016 – SITIO – Ich habe Durst
4. Auflage 2019 – ITERUM – Noch einmal
5. Auflage 2020 – IUVAT – Es macht Freude
6. Auflage 2022 – VALE – Auf dein Wohl
7. Auflage 2024 – EBIB ME – Trink mich aus
Schon die antiken Vorbilder (seit 255 nach Christus) dienten nicht nur dem Trinken, sondern auch der Unterhaltung. Die Sprüche auf den Bechern waren kleine Gesprächsanreger bei Tisch – ein Gedanke, der bis heute weiterlebt.