09/18/2025

Presse-Statement: Preis des Deutschland-Semestertickets für Studierende vom Preis Deutschlandticket entkoppeln

Heute Donnerstag, 18. September 2025, berät die Sonder-Verkehrsministerkonferenz zur zukünftigen Finanzierung des Deutschlandtickets.

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Das Deutschlandticket kostet aktuell 58 Euro im Monat. Bund und Länder finanzieren das Ticket hälftig mit jeweils 1,5 Milliarden Euro. Das reicht voraussichtlich nicht, um das Deutschlandticket über das Jahr 2025 hinaus in unveränderter Form zu erhalten. Obwohl im Koalitionsvertrag der Bundesregierung Preisstabilität des Tickets bis zum Jahr 2029 zugesichert ist, steht eine Erhöhung des Ticketpreises im Raum. 

Der Preis fürs Deutschland-Semesterticket für Studierende lag bisher bei 29,40 Euro im Monat und steigt zum kommenden Wintersemester 2025/26 auf 34,80 Euro.

Dazu erklärt Matthias Anbuhl, der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Studierendenwerks:

„Die Kosten für das Deutschland-Semesterticket für Studierende betragen 60 Prozent des regulären Ticketpreises. Das heißt: Wenn der Preis für das Deutschlandticket angehoben wird, steigt auch der Preis für das Deutschland-Semesterticket. 

Schon jetzt überschreitet der aktuelle Ticketpreis von 208,80 Euro im Semester die Belastungsgrenze vieler Studierender. Weitere Preissteigerungen im ÖPNV sind angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten, allen voran der Mieten, für Studierende nicht mehr zu verkraften. Die Bundesregierung würde außerdem wortbrüchig, hat sie doch Preisstabilität beim Deutschlandticket versprochen bis 2029.

Für Studierende muss deshalb eine Preisobergrenze für die ÖPNV-Nutzung festgelegt werden. Gerade Studierende sind im Studium auf die Angebote des öffentlichen Nahverkehrs angewiesen. Für Studierende muss der Preis ihres Deutschland-Semestertickets vom regulären Deutschlandticketpreis entkoppelt werden. 

Ansonsten droht, dass die Studierendenvertretungen aus den Vereinbarungen zum Deutschlandticket aussteigen müssen, weil die finanzielle Belastung für die Mehrheit der Studierenden nicht mehr zumutbar ist. Dieses würde nicht nur den Studierenden schaden und ihre Mobilität extrem einschränken. Aufgrund des verpflichtenden Charakters des Deutschland-Semestertickets würden zudem die Verkehrsbetriebe eine sichere Einnahmequelle verlieren.“

Hintergrund:

Die Einführung eines vergünstigten Deutschland-Semestertickets für Studierende war ein Meilenstein, um die studentische Mobilität zu gewährleisten. Es kann dann genutzt werden, wenn sich Hochschulen, Studierendenvertretungen und die jeweiligen lokalen oder regionalen Verkehrsunternehmen darauf geeinigt haben. Dann können es die Studierenden einer Hochschule verpflichtend für sechs Monate nutzen, und der Ticketpreis wird mit dem Semesterbeitrag von den Hochschulen automatisch für sechs Monate eingezogen.