09/30/2025

Pressestatement zum MLP-Studentenwohnreport 2025

Den neuen „MLP-Studentenwohnreport 2025“ der MLP-Gruppe und des Deutschen Instituts für Wirtschaft, Köln, kommentiert Matthias Anbuhl, Vorstandsvorsitzender des Deutschem Studierendenwerks (DSW):

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„Die Miete droht immer mehr Studierende finanziell zu erdrücken. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum droht die Bildungsgerechtigkeit auszuhebeln.  Nicht mehr Talent und Interesse entscheiden über die Wahl der Hochschule, sondern die Höhe der Miete. 

Zwar hat die Bundesregierung im Koalitionsvertag festgehalten, 2026/27 die BAföG-Wohnkostenpauschale auf 440 Euro zu erhöhen und mit diese im Rahmen einer große BAföG-Novelle umzusetzen. Das ist ein richtiger und überfälliger Schritt.

Aber auch der MLP-Report zeigt, dass diese Reformen in der Praxis ins Leere laufen könnten. Die Mieten steigen schneller, die BAföG-Wohnkostenpauschale hinkt notorisch hinterher. Die Erhöhung auf 440 Euro wäre jetzt notwendig gewesen – im kommenden Jahr könnte sie von den allgemeinen Preis- und Mietsteigerungen aufgefressen sein. 

Bund und Länder müssen noch mehr und schneller in den Neubau und die Sanierung von Studierendenwohnraum investieren über das Bund-Länder-Programm ‚Junges Wohnen‘. Das Programm hat auf mittlere Sicht das Potenzial, zum Gamechanger zu werden, dazu müssen es alle Bundesländer kraftvoll umsetzen.

Die Mehrheit der Studierenden, die nicht bei ihren Eltern wohnen, benötigen ein WG-Zimmer auf dem freien Markt. Dafür muss die Mietpreisbremse geschärft werden, gerade bei möblierten Zimmern, damit die Preise in den Hochschulstädten nicht weiter durch die Decke gehen.

Die Probleme mit dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum haben sich über Jahrzehnte angestaut, sie lassen sich nicht im Handumdrehen beheben. Wir absolvieren einen Mittelstreckenlauf. Wenn aber das Programm Junges Wohnen flächendeckend kraftvoll umgesetzt wird, wenn die Wohnkostenpauschale beim BAföG steigt und die Mietpreisbremse geschärft wird – dann setzt man auf die richtigen Instrumente, um die Lage auf dem Wohnungsmarkt für Studierende zu verbessern. Was wir jetzt brauchen, ist eine Dekade des Bauens und Sanierens.“