Aus Hochschulen und Studierendenwerken
Uni Leipzig: Teilnahme am Projekt "InklusionsGuides" des Hildegardis-Vereins
Hildesgardis-Verein: Bewerbung für nächste Guidancephase 2026 jetzt möglich
Die Universität Leipzig beteiligt sich am bundesweiten Projekt „InklusionsGuides“ des Hildegardis-Vereins e.V., das Hochschulen und Unternehmen auf ihrem Weg zu mehr Inklusion und Vielfalt begleitet. Im Fokus des Projekts stehen Frauen mit Behinderung, die als Beraterinnen direkt vor Ort in die Arbeitsprozesse eingebunden werden und dabei helfen, Barrieren zu identifizieren und zu beseitigen – von der Stellenausschreibung über den Bewerbungsprozess bis hin zur Gestaltung einer inklusiven Unternehmenskultur. Durch gezielte Beratung und Sensibilisierung will das Projekt dazu beitragen, unbewusste Vorurteile abzubauen und eine offene, diskriminierungsfreie Arbeitswelt zu schaffen. Interesse geweckt? Im Dezember 2025 startet die vierte Guidancephase, an der acht Unternehmen und 16 Guides teilnehmen können. Interessierte können sich dafür jetzt bewerben.
- InklusionsGuides an der Uni Leipzig
- Hildegardis-Verein: Informationen zum Projekt InklusionsGuides - mehr Diversität in der Arbeitswelt (Möglichkeit zur Bewerbung!)
UZH: "Gleichberechtigt am universitären Alltag teilhaben – Projekt UZH Accessible"
Das Projekt "UZH Accessible", das den aktuellen Stand der Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen innerhalb der Universität Zürich (UZH) untersucht, ist fast abgeschlossen. Am 3. Juli stellte abschließend die Abteilung "Equality, Diversity, Inclusion" (EDI), die die kulturellen und organisationalen Hindernisse an der UZH analysiert hat, ihre geplanten Massnahmen vor. Dazu gehört auch das Teilprojekt "Organisatorische Vereinfachungen des Nachteilsausgleichprozesses". Die Massnahmenpläne der beiden Teilprojekte zur baulichen und technologischen Barrierefreiheit liegen bereits vor. Die Empfehlungen wurden mit Unterstützung eines breit angelegten Beteiligungsprozesses aller Statusgruppen entwickelt und sollen nun umgesetzt werden. Eine Evaluierung ist geplant.
- Beitrag UZH: "Gleichberechtigt am universitären Alltag teilhaben"
- Beitrag UZH: "Ein effizienterer Prozess für den Nachteilsausgleich hilft allen"
Aus Verbänden, Interessengemeinschaften und der Selbsthilfe
kombabb-Kompetenzzentrum NRW: Finanzierung eingestellt – Schließung der Beratungsstelle am 30. Juni 2025
17 Jahre war das Team des Kompetenzzentrums NRW (kombabb) am Start und hat insbesondere studieninteressierte Schüler*innen, aber auch Studierende mit Behinderungen/chronischen Krankheiten beraten, unterstützt und begleitet. Trotz großer Bemühungen und breiter Unterstützung durch die Selbsthilfe hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW die Finanzierung des Projekts nun eingestellt. Damit verschwindet – sehr zu unserem Bedauern – die einzige hochschul-unabhängige Beratungsstelle für Studieninteressierte und Studierende mit Behinderungen in NRW und mit ihr das spezifische Wissen, die Erfahrungen und die Kompetenz. Den Berater*innen in NRW wird nun ein wichtiger und kompetenter Partner an der Schnittstelle Schule - Hochschule fehlen.
Aus Bund und Ländern
Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Zahl der Ratsuchenden steigt deutlich – Jahresbericht 2024 vorgelegt
„Diskriminierung ist ein wachsendes Problem in Deutschland“, sagte Ataman, die Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung. „Wir haben ein massives Problem mit Rassismus, wir haben ein massives Problem mit Sexismus und wir haben einen massiven Unwillen, Menschen mit Behinderung die gleiche Teilhabe zukommen zu lassen.“ Im Jahr 2024 haben 11.405 Anfragen das Beratungsteam der Antidiskriminierungsstelle des Bundes erreicht, mehr als je zuvor in einem Jahr. Der Anteil der Anfragen zu Benachteiligungen wegen einer Behinderung oder einer chronischen Krankheit lag bei 27 Prozent. Ataman mahnte Reformen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) an.
Bundesregierung: Jürgen Dusel erneut zum Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen bestellt
Das Bundeskabinett hat Jürgen Dusel erneut zum Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen bestellt. Seit vielen Jahren engagiert er sich für Inklusion, Barrierefreiheit und die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen – auch im Bereich Studium und Wissenschaft. Das Amt des Bundesbeauftragten übt der Jurist – selbst von Geburt an stark sehbeeinträchtigt – bereits seit 2018 aus.
Aus Wissenschaft und Forschung
HAW Hamburg + mkk: Studienergebnisse zu "Klimawandel und mentale Gesundheit Studierender" veröffentlicht
Ziel der Studierendenbefragung der HAW HH war es, das Ausmaß der psychischen Belastung von Studierenden im Zusammenhang mit dem Klimawandel sowie deren Unterstützungsbedarf zu erfassen. 4500 Studierende aus 200 Hochschulen haben sich an der (übrigens nicht repräsentativen) Befragung beteiligt, die von der „mkk – meine krankenkasse“ unterstützt wurde. Ergebnisse liegen jetzt vor. Danach wirkt sich schon das Wissen um den Klimawandel negativ auf die mentale Gesundheit Studierender aus. Die Wissenschaftler*innen sprechen von „Klimawandelangst“. Insbesondere Frauen und nicht-binäre Teilnehmende geben hohe mentale Belastungen an. Auf Basis der Umfragedaten wollen Krankenkasse und Hochschule neue Präventionsprogramme für die Verbesserung der psychischen Gesundheit von Studierenden entwickeln.
CHE-Datencheck 6/2025 zu "Künstliche Intelligenz im Studium – die Sicht von Studierenden im Wintersemester 2024/25"
Die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz durch Studierende stellt Hochschulen vor die Herausforderung, angemessene Rahmenbedingungen und Lernangebote zu schaffen. Auf Basis der Ergebnisse einer Studierendenbefragung des Centrums für Hochschulentwicklung CHE (in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Andreas Breiter von der Uni Bremen) zur Nutzung von KI im Studium empfehlen die Autor*innen u.a., KI-Kompetenzen von Studierenden gezielt zu fördern, klare ethische und rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen und Chancengerechtigkeit und Lernerfolg sicher zu stellen. 65 Prozent der im Wintersemester 2024/25 befragten Studierenden nutzen KI-Tools regelmäßig mindestens einmal in der Woche, am häufigsten für allgemeine Recherchen. Die Hälfte der Befragten erwartet von der Hochschule bzw. vom Fachbereich mehr Lernangebote zum Erwerb von KI-Kompetenzen. Besonders hohe Erwartungen haben die Studierenden an ihre Hochschule im Hinblick auf den ethischen Umgang mit KI und den Schutz ihrer Daten. Skeptisch sehen viele Studierende hingegen eine erlaubte Nutzung von KI für Prüfungsleistungen. In ihrem Fazit weisen die Autor*innen u.a. darauf hin, dass die unterschiedliche Nutzung und Akzeptanz von KI zu ungleichen Lernvoraussetzungen führen kann. Hochschulen sollten daher sicherstellen, dass alle Studierenden grundlegende KI-Kompetenzen erwerben können, um keine Benachteiligungen entstehen zu lassen. Dazu gehöre auch, dass ein chancengerechter Zugang zu KI durch die Hochschulen sichergestellt werden muss (beispielsweise Hochschullizenzen für kostenpflichtige Tools).
Randstad: Studie "Understanding Talent Scarcity: Equity & AI"
Eine Studie von Randstad mit einem Kapitel "AI and disability equity" zeigt, wie wichtig KI für Berufstätige mit Behinderungen bereits ist. Und ganz besonders interessant: (junge) Menschen mit Behinderungen sind deutlich engagierter in der Nutzung von KI als ihre Altersgenossen ohne Behinderungen. 55 Prozent (verglichen mit 39 Prozent der übrigen Beschäftigten) setzen die Technologie am Arbeitsplatz ein, um Barrieren abzubauen, Probleme zu lösen und die Produktivität zu steigern. Wenig überraschend: Männer nutzen die neuen Technologien deutlich häufiger als Frauen, Junge mehr als Alte. Deshalb geht es in der Studie auch um die Frage, wie man den unterschiedlichen Zugangsbarrieren begegnen und die Qualifizierungslücken schließen kann.
VEB + forsa: Inklusion 2025/ Inklusion an Schulen aus Sicht der Lehrkräfte in Deutschland – Meinungen, Einstellungen und Erfahrungen
„Die Inklusion in der Schule ist in den letzten fünf Jahren kaum vorangekommen“, kommentiert der stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Tomi Neckov. Dies zeige die vom VBE in Auftrag gegebene, repräsentative forsa-Befragung von 2.737 Lehrkräften zur schulischen Inklusion. Mit dieser kann nicht nur der aktuelle Stand, sondern die Entwicklung der letzten zehn Jahre nachgezeichnet werden. Ergebnis: "Die Lehrkräfte sehen die Vorteile von Inklusion – aber leiden unter den aktuellen Arbeitsbedingungen."
Publikationen
GEW-Materialien (Hrsg. A. Keller, F. Gassmann): "Hochschule 2030 – Alma Mater in der Transformation"
Der Sammelband fasst zentrale Ergebnisse der 12. GEW-Wissenschaftskonferenz der Hans-Böckler-Stiftung zusammen und bietet fundierte Analysen zu den Herausforderungen und Perspektiven der Hochschulentwicklung. In sieben thematischen Abschnitten reflektieren die Autor*innen die aktuelle Lage der Hochschulen. Die Publikation liefert praxisnahe Impulse und zeigt Handlungsoptionen auf, um die Hochschulen bis 2030 zukunftsfähig zu gestalten. Zum Thema "Barrierefrei studieren" teilt Jens Kaffenberger, Leiter der IBS, seine Ideen im Kapitel "Visionen".
- GEW-Materialien "Hochschule 2030" (auch als E-Book)
Reha-Recht (Autorin: Christina Janßen): "Studieren mit Beeinträchtigungen – rechtssoziologische Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen vor dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention" (Teile I - III)
Die Autorin Christina Janßen (Universität Kassel) stellt in den Beiträgen wesentliche Erkenntnisse des Forschungsprojekts „ErfolgInklusiv“ vor. Das Forschungsprojekt verfolgte das Ziel, den Studienerfolg von Studierenden mit chronischen Krankheiten und Behinderungen am Beispiel der Universität Kassel zu untersuchen. Es analysierte die Wirksamkeit von Nachteilsausgleichen, psychosozialer Beratung, Gesundheitsförderung, behinderungsbezogenen Sozialleistungen und sozialen Netzwerken von Studierenden auf den Studienerfolg bzw. Studienabbruch.
- Teil I: Der rechtliche Rahmen
- Teil II: Nachteilsausgleiche und Barrierefreiheit in der Lehre
- Teil III: Zuständigkeiten, Studienfinanzierung und Unterstützungsmaßnahmen
Aus den Medien
Arte: "Neurodivers: anders denken – besser arbeiten?"
Akademiker*innen mit Autismus, Tourette-Störungen und Synästhesie teilen im Beitrag ihre Erfahrungen aus dem Berufsleben. Die Potentiale neurodiverser Menschen wurden lange Zeit auf dem Arbeitsmarkt übersehen. Dass ihre Gehirne Informationen anders verarbeiten, kann jedoch auch von Vorteil sein – und das wird zunehmend von Arbeitgebern erkannt.
Arte: "Wo beginnt der Wahnsinn?"
"Kann man mit Sicherheit sagen, was als "verrückt" und was als "normal" gilt? Es ist schließlich kein Geheimnis, dass alle Menschen unterschiedlich ticken. Und wo verläuft schließlich die Grenze zum Wahnsinn? Die Neurodiversitätsbewegung betrachtet neurobiologische Abweichungen als Ausdruck der natürlichen Vielfalt – nicht als Störung. In ihrem Sinne sollte klar gemacht werden, dass es eine Norm in Wirklichkeit gar nicht gibt. Sie sei ein willkürliches Konstrukt, das die Menschen erfunden haben", meint die Neurobiologin und Psychologin Béatrice Millêtre. Wenn das so ist und es eine „Normalität“ gar nicht gibt: Ist dann niemand verrückt – oder sind wir es alle ein wenig?
IGEL-Podcast: „Menschenzentrierte Unternehmenskultur – wie die eigene Betroffenheit Arbeitnehmer*innen und Arbeitgeber*innen zu einem besseren Leben verhelfen kann“
Kerstin Michels beschreibt im Interview, wie sie trotz Hörbehinderung Karriere gemacht hat und warum Diversität und Transparenz für den beruflichen Erfolg so wichtig sind. Michels ist Mitgründerin von voiio, einer Plattform, die Unternehmen dabei unterstützt, inklusivere Arbeitsumgebungen zu schaffen.
LWL-Informationen: "Mit barrierefreien Apps die Selbsthilfe weiterentwickeln"
Der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband hilft mit einem Modellprojekt Akteur*innen der Selbsthilfe dabei, barrierefreie Apps zu entwickeln. Wie es zu dem Projekt gekommen ist und wie es aufgebaut ist, erklärt Referentin Leona Lüdeking im Interview.
Blog Andrea Halbritter: "KI: Gibt es Leichte Sprache auf Knopfdruck?"
Die Übersetzerin "Leichte Sprache", Andrea Halbritter, erklärt, wie KI bei der Übersetzung in Leichte Sprache unterstützen kann, und weshalb die Erzeugung von "Leichte-Sprache-Texten" auf Knopfdruck immer noch nicht befriedigend funktioniert.
BBZ: „Manchmal komme ich mir vor wie ein Alien“
„Wenn ein Gebäude Stufen hat, komme ich da nicht rein. Ich kann mir nicht allein die Jacke zumachen, keine Türe aufschließen, kein Brot schmieren, mir nicht die Haare kämmen und selbst für den Gang zur Toilette brauche ich Hilfe“, berichtet Paralympics-Sieger Josia Topf. Das „H“ in seinem Schwerbehindertenausweis für „hilflos“ sei daher leider gerechtfertigt. Trotzdem sagt der 22-jährige Para Schwimmer: „Ich bin zwar mit Einschränkungen auf die Welt gekommen, aber behindert werde ich.“ Um das zu ändern, ergriff er die Initiative und drehte einen Film. Folgendes sollen die Zuschauer daraus mitnehmen: "Wenn ihr das nächste Mal jemanden seht, der anders aussieht, eine Behinderung hat oder euch fremd ist, geht auf ihn zu, anstatt auf ihn zu zeigen oder zu lachen." Im Film geht es übrigens auch ums Studium.
SZ-Dossier: "Die digitale Verwaltung ist nicht barrierefrei"
Die EU hat 2016 eine Richtlinie über den barrierefreien Zugang zu Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen beschlossen. Bund und Länder müssen demnach alle drei Jahre an die EU den Stand der Barrierefreiheit öffentlicher IT-Angebote berichten. Im März hat die Überwachungsstelle des Bundes für Barrierefreiheit von Informationstechnik (BFIT-Bund) den aktuellen Bericht veröffentlicht. SZ Dossier hat die Prüfergebnisse ausgewertet. Wichtiges Ergebnis: "Websites sind teils verständlich – aber nicht bedienbar".
Termine
Hochschule Nordhausen: "Studieren mit Legasthenie/Dyskalkulie" – eine überregionale Informations- und Diskussionsveranstaltung in Präsenz und Online
Ziel der Veranstaltung ist es, die Teilnehmenden für die Herausforderungen einer Legasthenie oder Dyskalkulie im Studium zu sensibilisieren. Dabei soll auch auf die Problematik rund um die Diagnostik im Erwachsenenalter eingegangen werden. Anforderungsgerechte Nachteilsausgleiche, spezifische Hilfsmittel und andere Bewältigungsstrategien werden vorgestellt und deren Einsatzmöglichkeiten in der Praxis gemeinsam diskutiert. Die Expertin Annette Höinghaus vom Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. konnte als Referentin gewonnen werden. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Termin: 9. Juli 2025 18.00 - 19.30 Uhr
Ort: Hochschule Nordhausen in Präsenz sowie digital
Zielgruppe: alle Interessierten (auch Studieninteressierte)
Veranstalter: Hochschule Nordhausen – die Diversitätsbeauftragte und der Prodekan Lehre
DVfR + Uni Kassel: Interdisziplinäre Fachtagung: "Zugang zum Arbeitsmarkt durch inklusive Hochschulen"
Mit der Tagung soll die Bedeutung einer zugänglichen Hochschulbildung für den offenen, inklusiven und für Menschen mit Behinderungen zugänglichen Arbeitsmarkt betrachtet werden. Es wird thematisiert, welche Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe für Menschen mit Behinderungen beim Zugang zum Studium, im Studium und beim Übergang auf den Arbeitsmarkt bestehen. Dabei wird auch in den Blick genommen, dass praktische Studienanteile, Hilfskraft- und Nebentätigkeiten während des Studiums sowie duale Studiengänge an Bedeutung gewinnen. Es wird diskutiert, wie rechtliche Instrumente angewendet und verbessert werden können. Die Tagung soll dazu beitragen, mehr Inklusion und Diversität in Hochschulen und auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
Termin: 11. September 2025
Ort: Science Park Kassel
Anmeldung: bis 27. August 2025 (Achtung: begrenzte Teilnehmendenzahl)
Teilnahmegebühr: 105,- EURO
Zielgruppe: Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen, die sich mit der Gestaltung der Schnittstellen von Arbeitsmarkt und Hochschulbildung für Menschen mit Behinderungen beschäftigen
Veranstalter: Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) und Universität Kassel
Deutscher Verein: Deutscher Fürsorgetag 2025 mit einem eigenen Format für Studierende "DFT statt Hörsaal"
Der Deutsche Fürsorgetag gilt als Leitkongress des Sozialen. Hier kommen alle Akteure zusammen, die in der Sozialpolitik, im Sozialrecht und in der Sozialen Arbeit tätig sind. Der 83. Deutsche Fürsorgetag mit dem Thema "TRANSFORMATIONEN - SOZIAL - MACHEN: Die Zukunft unseres Sozialstaats mitgestalten" wendet sich mit dem Programmformat "DFT statt Hörsaal" gezielt an Lehrende und Studierende: als Studierendengruppe oder auch als einzelne Teilnehmende. Speziell abgestimmte Angebote sollen den Informationsaustausch und die Vernetzung von Hochschule und Praxis fördern. Es besteht die Möglichkeit, die große Bandbreite von Playern der Sozialpolitik, des Sozialrechts und der Sozialen Arbeit kennen zu lernen. Hochschulgruppen werden bei der Suche nach passender Unterkunft ggf. unterstützt.
Termin: 16. - 18. September 2025
Ort: Erfurt (Messe)
Anmeldung zu "DFT statt Hörsaal": notwendig (eigene Ansprechpartnerin)
Zielgruppe: Lehrende und Studierende, als Gruppen und Einzelteilnehmende
Veranstalter: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.
- DFT statt Hörsaal - Programm, Ansprechpartnerin, Anmeldung
- 83. Deutscher Fürsorgetag: Informationen, Gesamtprogramm, Tickets
Access@KIT Karlsruhe: Überregionale Orientierungsveranstaltung für blinde und sehbehinderte Studieninteressierte – Präsenzveranstaltung
Die geplante Präsenzveranstaltung wendet sich an Studieninteressierte aus dem deutschsprachigen Raum, insbesondere Schüler*innen der Jahrgangsstufen 10 bis 13. Ziel ist es, mögliche Herausforderungen eines Studiums für Studierende mit Sehbehinderung/Blindheit zu skizzieren und Unterstützungsmaßnahmen, assistive Technologien und das Instrument des Nachteilsausgleichs vorzustellen. Studieninteressierte mit Sehbehinderung und Blindheit sollen selbständig darüber entscheiden können, welche Dinge rechtzeitig vor Studienbeginn in die Wege geleitet werden müssen und ob sie sich einem Studium mit seinen speziellen Anforderungen gewachsen fühlen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Termin: 6. - 7. November 2025
Ort: Karlsruhe in Präsenz
Anmeldeschluss: 30. Oktober 2025
Zielgruppe: Studieninteressierte mit Sehbehinderung und Blindheit (auch jene, die Karlsruhe voraussichtlich nicht als Studienort wählen werden)
Veranstalter: KIT – Zentrum für digitale Barrierefreiheit und Assistive Technologien Karlsruhe
Stellen, Praktika, Karriereprogramme
Kompetenzzentrum digitale Barrierefreiheit.nrw: Studentische Mitarbeiter*innen mit Behinderung/chronischer Krankheit zeitnah gesucht
Das Kompetenzzentrum digitale Barrierefreiheit.nrw unterstützt Hochschulen in Nordrhein-Westfalen bei der Umsetzung der digitalen Barrierefreiheit. Die Federführung liegt bei zhb/DoBuS, dem Bereich Behinderung und Studium der TU Dortmund. Das Aufgabenfeld der studentischen Mitarbeiter*innen (5 Stunden pro Woche) umfasst die
- Durchführung von Tests auf Nutzbarkeit von Lernmaterialien und digitalen Tools mithilfe assistiver Technologien (Barrierefreiheits- und Usability-Tests)
- Unterstützung bei der Vorbereitung von Schulungen zum Einsatz assistiver Technologien im Studium
- Recherche zu aktuellen Entwicklungen im Bereich assistiver Technologien
Dafür sollten Bewerber*innen idealerweise eigene Erfahrungen mit einer Beeinträchtigung und der Nutzung assistiver Technologien mitbringen. Da Präsenzpflichten nur sehr eingeschränkt bestehen, sind auch Bewerbungen von interessierten Studierenden außerhalb der TU Dortmund willkommen.