12/03/2024

36 % armutsbetroffene Studierende

Gastbeitrag von Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands, im neuen DSW-Journal 4/2024 des Deutschen Studierendenwerks (DSW); Rock: 36 Prozent aller Studierenden von Armut betroffen, aber „sozial- und bildungspolitische Ignoranz“ gegenüber dem Thema; Forderung: Das BAföG muss existenzsichernd sein und regelmäßig an die Inflation angepasst werden

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In seinem Gastbeitrag für die neue Ausgabe 4/2024 des DSW-Journals des Deutschen Studierendenwerks (DSW) beklagt Dr. Joachim Rock, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands, eine „sozial- und bildungspolitische Ignoranz“ gegenüber der Armutsbetroffenheit von Studierenden.

Rock schreibt in seinem Beitrag, Studierenden seien überdurchschnittlich häufig von Armut betroffen. Während im Durchschnitt 14,4 Prozent der Bevölkerung von Armut betroffen seien, träfe dies auf rund 36 Prozent aller Studierenden zu; bei allein bzw. in Wohngemeinschaften lebenden Studierenden wären dies sogar 80 Prozent.

Er weist auch auf die Diskrepanz zwischen BAföG-Höchstsatz und Armutsgrenze hin. Einkommensarme Studierende, die ihr Studium aufgeben und Grundsicherungsleistungen beantragen würden, bekämen deutlich mehr staatliche Unterstützung als diejenigen einkommensarmen Studierenden, die ein Studium aufnehmen und fortführen.

Hätten bei Einführung des BAföG vor mehr als 50 Jahren fast die Hälfte der Studierenden von der Förderung profitiert, so seien es heute nur noch etwa 380.000 von insgesamt 2,87 Millionen Studierenden. Damals sei das BAföG ein wesentlicher Baustein für die folgende Bildungsexpansion, für sozialen Aufstieg und Zukunftsoptimismus gewesen, schreibt Rock. Davon würden wir uns stetig weiter entfernen. Rock fordert eine Erhöhung des BAföG ans Existenzminimum sowie eine regelmäßige Anpassung des BAföG an die Inflation.

Den vollständigen Gastbeitrag von Dr. Joachim Rock lesen Sie auf den Seiten 44 und 45 des DSW-Journals 4-2024:

https://www.studierendenwerke.de/beitrag/mehr-investitionen-bitte

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